Eva träumt vom grossen Glück. Früh merkt sie, dass sie ohne lügen, stehlen, boxen und schreien nicht durchkommt. Sie fühlt sich schlecht. Schreiben, modellieren und zeichnen helfen ihr mit ihrem Traum klar zu kommen.

Das Mädchen mit dem                            Pagenschnitt

Eva registriert, dass sich der Wind am Arbeitsplatz schleichend gedreht hat. Gefühlsmässig kann die Neunundvierzigjährige dieser Kursrichtung nicht folgen, bis sie eines Tages aus Wut die Kündigung schreibt, ohne Aussicht auf einen andern Gelderwerb. Urplötzlich sitzt sie da und fragt sich verunsichert, was sie in Zukunft Rechtes anfangen soll. Die kinderlose Frau mag Kinder und will weiter mit Kindern arbeiten. Um kindlichem Erleben näher zu kommen, beginnt die frischgebackene Schulsozialarbeiterin einer Eingebung folgend in den Sommerferien aus der Erinnerung zu zeichnen. Mit der ersten Zeichnung „Das Fussbad“ entrollt sich über zehn Jahre hinweg, von Zeichnung zu Zeichnung, aus der Sicht der kleinen Eva eine Bilder-Landschaft der sechziger Jahre in der Schweiz. Das Mädchen hilft der erwachsenen Frau, das Leben im Wandel besser zu begreifen.

Das Zeichnen führt in eine Erzählung. Zeichnung und Skulptur sind Bestandteile der Romanprojekte. Sie helfen, nicht in weltfremde Vorstellungen zu geraten.

Projekt:

"Der Schreck des Horus"

(Skulptur, die den Roman initiiert)

Der Schreck des Horus
Weit fortgeschritten, palliativ, hört Eva die junge Onkologin zu ihrem Mann sagen. Diese Definition verändert schlagartig zwei Leben. Aus zwei Klümpchen Ton formt die verstörte Achtundfünfzigjährige eine Miniatur mit dem Titel „Die Begattung des Archäopterix“. Dieser schöpferische Akt hilft ihr, sich zu erinnern, da zu bleiben. Was als Odyssee einer werdenden Witwe beginnt, wird zu einer Recherche über die Liebe, die Vergänglichkeit, den Tod, das Schicksal, die Einsamkeit und die Sehnsucht.
Der Roman entwickelt sich zu einem Zusammenspiel äusserer Ereignisse und Evas psychischem Erleben in einer Epoche,  in der das Einzelwesen der Spezies Homo sapiens weltweit durch einen kleinen Käfer angeknabbert wird. Die Sicherheit in einer durchorganisierten, globalisierten Welt wird empfindlich in Frage gestellt. Auf was werden die Menschen nach der Coronakrise bauen? Erfährt die Sorge um das eigene Imunsystem im Menschen Auftrieb. Oder überwiegt die Furcht, die fern von jener Robustheit des ersten fast vollständig erhaltenen, 4,4 Millionen alten Hominiden-Skeletts ist, das 1992 in Aethiopien gefunden wurde und den Namen Lucy erhielt. Was geschieht Eva?